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06/01/2012 Sophie Briard-Auconie : "Die Strategie Europa 2020 strebt ein intelligentes, nachhaltiges und inklusives Wachstum an. Der Sport hat dort viel Platz"

Sophie Briard-Auconie ist EU-Abgeordnete (Frankreich, EVP), Mitglied der interfraktionellen Gruppe Sport und ist Autorin der zwei bedeutenden Texte der letzten zwei Wochen in diesem Bereich. Im Rahmen ihres Dossiers « Sport und Diskriminierung in Europa » wurde sie von "Sport et citoyenneté" interview. Ein Bericht von Julian Jappert und Sylvain Landa.

In der Stellungnahme der ENVI-Kommission über die Dimension des Sports fordern Sie dazu auf, eine Richtlinie auszuarbeiten, die den Sport als Instrument für die öffentliche Gesundheit anerkennt. Ist eine Aktion seitens der EU in den kommenden Monaten zu erwarten?


Sophie Briard-Auconie : Die Europäische Kommission will, dass der Sport als ein Instrument der öffentlichen Gesundheit anerkannt wird. Ich kann einen solchen Vorschlag nur unterstützen. Wenn wir den aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen, sehen wir, wie viele Gesundheitsprobleme sich in der letzten Zeit intensiviert haben (Übergewichtigkeit, Herzprobleme, etc.). Hinzu kommt das Defizit unseres Sozialversicherungssystems, das uns zwingt, innovative Lösungen zu finden.

 

Ce think tank créé en 2007, réfléchit sur le rôle et la place du sport dans les sociétés européennes. Il publie une revue sur ces questions tous les trois mois.

Der Sport ist in dieser Hinsicht ein nicht zu vernachlässigendes Mittel. Sicher gab es schon Kommunikationskampagnen – aber man muss weiter gehen. Man muss die Mitgliedsstaaten dazu bringen, einen Mindeststandart anzunehmen, zum Beispiel bei den Sportstunden in der Schule aber auch an der Universität. Viele Sachen müssen angepackt werden.


Sie waren ebenfalls Berichterstatterin für die ECON-Kommission zu Geld- und online Glücksspielen die bei der Ausarbeitung der vom Europäischen Parlament am 15. November verabschiedeten Resolution mit geholfen hat...

S. B-A : Ja, ich muss sagen, dass dies einerseits ein spannendes aber auch delikates Thema ist, bei dem die Antwort notwendigerweise sehr umfassend ist. Ich denke, dass eine europäische Kooperation notwendig ist, denn es gibt viele Risiken: illegale Wettangebote, Korruption, gefälschte Spiele, Spielsucht, etc. Europa muss seine Plagen bekämpfen.


Glauben Sie, dass der Sport und seine Organisationen, die ihn anführen etwas zu den Zielen beitragen können, die sich die Union in ihrer Strategie Europa 2020 gegeben hat?

S. B-A : Davon bin ich überzeugt. Erinnern wir uns: Die Strategie Europa 2020 strebt ein intelligentes, nachaltiges und inklusives Wachstum an. Der Sport hat dort viel Platz. Das ist ein Markt in vollem Wachstum (2% des globalen BIP), der dynamisch ist und Arbeit schafft. Auch die Nachhaltigkeit wird nicht vernachlässigt, wie der Aufwärtstrend des Natursportes zeigt, der den ganz Jungen erlaubt, die die natürliche Umgebung kennen zu lernen. Zuletzt ist der Sport ein starkes Instrument zur sozialen Integration, die wir lokale Politiker sehr gut kennen. Keine andere Aktivität besitzt eine solche Kraft zum Zusammenschluss.

Nehmen wir das Beispiel des Freiwilligendienstes. Wussten Sie, dass 92 bis 94 Millionen Europäer Freiwillige sind? Jetzt, wo das europäische Jahr zuende geht, sollten wir diese Aktivität wertschätzen und schützen. Ich werde all meine Energie im Europäischen Parlament einbringen, damit den abgegebenen Deklarationen zu diesem Thema auch wirklich Taten folgen.


Ein Wort noch zu dem kürzlichen Vorschlag der Europäischen Kommission dem Sport ein eigenes Budget für die Periode 2014-2020 zu geben...

S. B-A : Das ist eine sehr gute Neuigkeit. Indem man den Sport in das Zukunftsprogramm „Erasmus für alle“ integriert hat, hat die Kommission ein starkes Signal ausgesendet, das ich sehr begrüße: der Sport ist ein sehr guter Träger für Austausch, Zusammentreffen und die Konstruktion einer europäischen Bürgerschaft. Die Kommission bietet ebenfalls eine finanzielle Unterstützung von 238 Millionen Euro an, die an transnationale Sportprojekte gehen soll. Wir werden im Parlament noch zu diesem Vorschlag arbeiten, mit dem Ziel, die konkreten Prioritäten der EU im Sportbereich zu übertragen.

En savoir plus

Sport et Citoyenneté

La politique européenne du sport - Touteleurope.eu

Site Internet de Sophie Briard-Auconie

 

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